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11.07.2020

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Wo sonst Touristenbusse sind

Woche 18, 2020 bis Woche ...., 2020

Dank Corona Covid-19 ist der Tourismus Hotspot Schwanenplatz in Luzern vorübergehend frei von Reisecars, die sonst in getakteter Kadenz Gäste aus aller Welt in die umliegenden Geschäfte zum Uhren-, Schmuck- und Souvenireinkauf entladen. Thomas Zollinger und Sonja Rindlisbacher nutzen dieses leergewordene Stück öffentlichen Raum für ein wöchentliches poetisch-performatives Stelldichein mit Giesskännchen und je einer Füllung Wasser. Auf dem sonst so umtriebigen Platz zelebrieren sie Langsamkeit, Ruhe und vermeintlich zielloses Tun. Passanten können frei über den Platz zirkulieren oder eine Weile spontan dem ungewohnten und unspektakulären Tun des Giessens beziehungsweise des Nichtgiessens zuschauen.

Das Werk beinhaltet neben der wöchentlichen ungefähr einstündigen Aktion von Thomas Zollinger und Sonja Rindlisbacher, beginnend in der Woche 18 am 29. April 2020, auch das Verhalten und die Handlungen von Passanten und Polizeibeamten, der Personen auf dem städtischen Amt für Bewilligung und die allfällige Rezeption der Aktion durch die Bevölkerung beziehungsweise der Medien. Wann hat sich das Gerücht, dass da zwei auf dem leeren Schwanenplatz mit einem Giesskännchen herumstehen und ihn mit Wasser "begiessen", so herumgesprochen, dass es die Medien für angezeigt halten, vom seltsamen Tun zu berichten? Das konzeptuelle "work in progress" endet mit dem Wiedererscheinen der Touristenbusse auf dem Schwanenplatz.

Die hier einzusehende ausführliche Text/Bild-Dokumentation wird wöchentlich aktualisiert und mit untenstehenden Links zu Videoausschnitten ergänzt.